Deniz Undav steht am Rand des Strafraums, umspielt einen Verteidiger und bereitet seinen Schuss vor. Doch noch bevor sein Fuß den Ball trifft, feiern die Nachbarn bereits lautstark das Tor. Dieses Phänomen ärgert Fußballfans seit Jahren – nicht nur bei großen Turnieren wie der Europa- oder Weltmeisterschaft. Denn ein Treffer, dessen Erfolg man schon im Voraus kennt, lässt sich nur schwer mit voller Freude feiern…⚽🥳
Das liegt an der Art des Empfangs. Entscheidend ist, ob man das Spiel über Kabel, Satellit oder Stream verfolgt. Obwohl überall „live“ auf dem Bildschirm steht, kommen die Bilder nicht gleichzeitig im Wohnzimmer an. Satellitenempfang gilt traditionell als eine der schnellsten Möglichkeiten für Fußballfans. Die Gesamtlatenz, also die Verzögerung gegenüber dem tatsächlichen Geschehen im Stadion, beträgt meist mehrere Sekunden…⌛
Messungen zeigen: Die Bilder von ARD und ZDF erreichen die Haushalte über Kabel 1,4 Sekunden (ARD) beziehungsweise 0,1 Sekunden (ZDF) später als über Satellit. Der Empfang über Antenne liegt mit etwa zwei Sekunden Verzögerung etwas dahinter…⏱️
Streaming-Zuschauer sind hingegen von weiteren Faktoren abhängig, wie der Qualität und Geschwindigkeit des WLANs sowie der Internetverbindung zu Hause. Zudem kann es bei hoher Nutzerzahl, etwa bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft, zu Rucklern oder Einbußen in der Bildqualität kommen…🤔
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