Mit individualisierter Werbung generieren Streaming-Anbieter und TV-Hersteller Milliardenumsätze. Das wird auch durch neue Technologien ermöglicht, die nachverfolgen, welche Inhalte Nutzer auf ihren Geräten ansehen…😵
Personalisierte Werbung wird auf smarten TV-Geräten immer wichtiger: Während Unternehmen wie Samsung und LG versuchen, durch den Verkauf von Fernsehern hinaus neue Einnahmequellen zu erschließen, verwenden Tech-Konzerne wie Amazon und Google die großen Mengen an Nutzerdaten, um gezielte Werbung zu schalten. Es wird berichtet, dass das Ziel darin besteht, Werbespots zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu platzieren – genau abgestimmt auf die individuellen Sehgewohnheiten der Zuschauer…🥴
Der US-Anbieter Roku geht dabei besonders weit vor: Der Hersteller von Streaming-Sticks und Smart-TV-Oberflächen nutzt nicht nur herkömmliche Werbeformate, sondern probiert auch deutlich aufdringlichere Formate aus. Nutzer werden beim Einschalten der Geräte sofort mit Werbespots – wie z.B. für einen bestimmten Disney-Film – konfrontiert, noch bevor sie den Homescreen erreichen. Das Unternehmen hatte bereits im Vorjahr für Aufsehen gesorgt, indem es ein Patent einbrachte, das Werbung bei externen HDMI-Zuspielungen ermöglichen soll…😯
Die Tracking-Strategien von Unternehmen wie Roku basieren auf einer Technologie namens Automatic Content Recognition (ACR). Sie untersucht in regelmäßigen Abständen die sichtbaren und teilweise hörbaren Inhalte auf dem Bildschirm. Sie erzeugen daraus sogenannte Hashes, die als digitale Fingerabdrücke fungieren und verschlüsselt an die Cloud-Server der Hersteller gesendet werden. Dort werden Abgleiche mit Datenbanken vorgenommen, die hauptsächlich Filme, Serien und Videospiele umfassen. Wenn das System einen Treffer erkennt, weiß der Anbieter, was gerade konsumiert wird – unabhängig davon, ob es sich um direktes Streaming oder um Inhalte handelt, die über einen HDMI-Anschluss übertragen werden…📺
So ist es Streaming-Diensten und Herstellern von Fernsehern möglich, detaillierte Nutzerprofile anzulegen, die für individualisierte Werbung verwendet werden können…❗
Besonders heikel ist dabei die Erkenntnis, dass auch Nutzer, die in der Regel höhere Kosten für werbefreie Inhalte aufbringen, durch ACR dennoch Daten an Streaming-Dienste und TV-Hersteller weitergeben. In der Regel geschieht diese Vorgehensweise ohne dass die Zuschauer davon Kenntnis haben…
Roku hat in den letzten Jahren strategisch Unternehmen übernommen, die auf ACR spezialisiert sind, und sich dadurch vom reinen Hardware-Hersteller zu einem datengetriebenen Werbeunternehmen entwickelt. Roku gibt an, im Jahr 2024 Werbeeinnahmen in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar erzielt zu haben – dies macht etwa 85 % des Gesamtumsatzes aus…💰
Doch mit dem Erfolg wächst auch die Kritik. Insbesondere die mangelnde Transparenz gegenüber Verbrauchern wird von Experten kritisiert: Obwohl ACR in den Einstellungen vieler Geräte abgestellt werden kann, wissen nur wenige Menschen überhaupt, dass die Funktion eingeschaltet ist. Bei einer Entscheidung für ein Opt-out ist es außerdem oft zu erwarten, dass die Funktionen eingeschränkt sind…🤔
Die steigende öffentliche Wahrnehmung dieser Praktiken könnte für Roku jedoch auch einen erheblichen Imageverlust zur Folge haben: Wenn das Bewusstsein für die Art der Datenerfassung zunimmt, kann man erwarten, dass mehr Nutzer sich bewusst gegen Hersteller entscheiden, die heimlich mitverfolgen, was auf ihrem Bildschirm passiert…🙄
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Quelle: Original Facebook Beitrag
